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Außenarbeiten vorübergehend unterbrochen

Warmwasserbecken
Wellenbecken
Im Außenbereich: Jens-Wilhelm Brand (Projektmanager), Marko Rempe (Bäderleiter), Stefan Beckert (Bauleiter) und Pressevertreter

23. Februar 2017. Die im Januar dieses Jahres begonnene Modernisierung und Sanierung der „Welle“ am Stadtring Sundern zu einem der attraktivsten Freizeitbäder der Region muss im Außenbereich vorübergehend unterbrochen werden. Zum derzeitigen Zeitpunkt kann nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass sich auf einem Teilstück des Grundstücks ein oder mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Dies ist das Ergebnis einer ersten sogenannten Kampfmittelsondierung. Zuvor hatte das Ordnungsamt der Stadt Gütersloh beim Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg eine Luftbildauswertung beauftragt. „Wir halten eine akute Gefährdung für weitgehend ausgeschlossen, gehen aber selbstverständlich auf Nummer Sicher und haben umgehend die erforderlichen Schritte veranlasst“, sagt Marko Rempe, Leiter der Bäderbetriebe der Stadtwerke Gütersloh. Der Innenausbau hingegen wird ohne Beeinträchtigungen fortgesetzt. Auch ist die Järve-Sauna weiterhin geöffnet.

Mit den Bauarbeiten auf der betroffenen Fläche ist noch nicht begonnen worden. Sie war seit der Eröffnung der „Welle“ im Jahr 1992 komplett überbaut. „Es existieren keine Aufzeichnungen über die Sondierungen während der damaligen Bauphase“, sagt Jens-Wilhelm Brand, Geschäftsführer des mit dem Projektmanagement beauftragten Bielefelder Unternehmens CONSTRATA. Seinen Angaben zufolge ist man in der Vergangenheit generell davon ausgegangen, dass Fliegerbomben in maximal vier Metern Tiefe liegen können. „Heutzutage reichen die Kontrollen hingegen bis in acht Meter Tiefe“, erläutert der Fachmann. Dass es eine routinemäßige Bodenanalyse stattfinden muss, war den Stadtwerken Gütersloh mit der Erteilung der Baugenehmigung im Dezember 2016 mitgeteilt worden. Allerdings konnte diese erst jetzt, nach Abschluss der Abbrucharbeiten im Außenbereich, vorgenommen werden.

Im Rahmen der Kampfmittelsondierung wurden auf dem Baugrund insgesamt 580 verschiedene Stellen mit Hilfe von Metalldetektoren untersucht.  Dabei kamen elf Verdachtsfälle zutage. Jens-Wilhelm Brand: „Allerdings sprechen die eingesetzten Metalldetektoren auch auf im Erdreich vergrabene Getränkedosen oder Werkzeugteile an.“ Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung wird das Gelände nun vorsichtshalber räumen. Ein klarer Terminablauf hierfür steht jedoch noch nicht fest. Daher ist laut Marko Rempe nicht absehbar, ob die „Welle“ – wie ursprünglich geplant – noch im Dezember dieses Jahres wieder eröffnet werden kann.

„Die Welle“ wird für rund elf Millionen Euro umfangreich modernisiert.

Im Innenbereich wird das bestehende Freizeitbecken zum Erlebnisbecken mit neuen Attraktionen umgerüstet. Zwei neue Rutschen mit einer Länge von rund 100 Metern und einer Höhe von ca. zehn Metern werden die alte Rutschenanlage ersetzen. Weitere Highlights werden der neue Eltern-Kind-Bereich, der als Wasserspielgarten neu inszeniert wird, sowie das Lehrschwimmbecken, welches zu einem vielseitig nutzbaren Kursbecken mit Hubboden umgebaut wird. Das neue, zukünftig im Winter auf bis zu 29 Grad beheizbare Außenschwimmbecken wird dann ganzjährig betrieben. Außerdem wird die Gastronomie kundenfreundlich umgestaltet.

Ein wesentlicher Bestandteil der Umbaumaßnahmen sind auch technische und energetische Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Die Lüftungs- und Filteranlagen werden erneuert und neue Fliesen werden für mehr Sicherheit und Wohlgefühl sorgen. Die Järve-Sauna kann während der Umbauarbeiten zu den üblichen Zeiten genutzt werden.

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